Neue Grantees am Bayreuth Humboldt Centre
Die Entscheidung über die Starter Grants für das Jahr 2026 ist gefallen. Vierzehn Forschende aus der ganzen Welt werden mit dem neu entwickelten Stipendium nach Bayreuth kommen.
Von links nach rechts, hinten: Stephan Kümmel, Ingolf Steffan-Dewenter, Oliver Junge, Reinhard Meckl, Dominika Hösch, vorne: Susanne Lopez, Richard Cogdell, Rudolf Streinz
Seit 2019 zeichnet das University of Bayreuth Centre of International Excellence „Alexander von Humboldt“ (Bayreuth Humboldt Centre) internationale Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus, die für Forschungsaufenthalte an die Universität Bayreuth kommen. Sie kooperieren mit ihren Bayreuther Gastgeberinnen und Gastgebern und lernen dabei den oberfränkischen Campus als dynamischen Lern- und Forschungsstandort kennen, an dem Interdisziplinarität und kreatives Denken gelebt werden. 2025 hat das Bayreuth Humboldt Centre das Fellowship-Programm weiterentwickelt und flexibilisiert. Mit dem Starter Grant Programm ist es möglich, noch mehr exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland nach Bayreuth zu bringen, wo sie sich im Rahmen ihrer Forschungskooperation auch fakultätsübergreifend vernetzen können.
Die vierzehn Grantees kommen aus neun unterschiedlichen Ländern. „Wir freuen uns, dass wir mit dem neu aufgesetzten Programm eine noch größere Außenwirkung über den Campus hinweg erzeugen und nachhaltige Kooperationen honorieren können“, so Prof. Dr. Stephan Kümmel, Direktor des Bayreuth Humboldt Centres. Die Stipendien gehen an:
1. Dr. Aimée Bastidas Ponce (UNAM, Mexiko)
Sie untersucht gemeinsam mit ihrem Host Dr. Maria Fitzner-van-Bömmel, wie bioaktive Pflanzenstoffe aus mexikanischen Heilpflanzen die Entwicklung und Funktion insulinproduzierender Zellen beeinflussen und neue Ansätze zur Diabetesbehandlung eröffnen.
2. Dr. Pankaj Chauhan (IIT Jammu, Indien)
In Zusammenarbeit mit seinem Host Prof. Dr. René Koenigs entwickelt er lichtbasierte, nachhaltige Synthesemethoden zur gezielten Herstellung komplexer Moleküle für Anwendungen in Medizin und Materialwissenschaften.
3. Dr. Sajad Farahani (Farhangian University, Iran)
Er untersucht zusammen mit Prof. Dr. Christian Laforsch, wie Mikroplastik die Wechselwirkungen zwischen Parasiten und aquatischen Organismen verändert und welche Folgen dies für Ökosysteme hat.
4. Dr. Florence Nworah (University of Nigeria)
In Kooperation mit Prof. Dr. Janin Henkel‑Oberländer erforscht sie entzündungshemmende Wirkstoffe aus Heilpflanzen als mögliche pflanzliche Alternativen zu gängigen Medikamenten.
5. Dr. Adeyinka John Odebode (Kampala International University, Uganda)
Er untersucht gemeinsam mit Prof. Claus Bässler, wie Pilze auf Mikroplastik in ugandischen Böden vorkommen, Kunststoffe abbauen und als mögliche Träger von Krankheitserregern wirken.
6. Dr. Kavita Pandey (CeNS Bengaluru, Indien)
Gemeinsam mit Prof. Dr. Francesco Ciucci entwickelt sie nachhaltige Batteriematerialien aus Biomasse für leistungsfähigere Natrium‑ und Lithium‑Ionen‑Energiespeicher.
7. Dr. Bernardo Rodrigues (University of Pretoria, Südafrika)
In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Alfred Wassermann erarbeitet er neue mathematische Konzepte für fehlerresistente Codes zur sicheren Informationsübertragung.
8. Prof. Dr. Youhong Tang (Flinders University, Australien)
Gemeinsam mit Prof. Dr. Holger Ruckdäschel stellt er intelligente Polymerverbundwerkstoffe her, die Schäden selbstständig anzeigen und so die Sicherheit von Wasserstoffspeichern erhöhen.
9. Dr. Aretha Teckentrup (University of Edinburgh, Vereinigtes Königreich) –
Sie arbeitet mit Prof. Dr. Holger Wendland an mathematischen Kernel‑Methoden, um inverse Probleme etwa in der Klimaforschung und der medizinischen Bildgebung präziser zu lösen.
10. Dr. Dipayan Biswas (University of South Florida, USA)
Gemeinsam mit Prof. Dr. Claas Christian Germelmann untersucht er, wie sensorische Eigenschaften von KI‑Systemen das Vertrauen von Verbraucherinnen und Verbrauchern im Alltag beeinflussen.
11. Dr. Amina Hadžiomerović (University of Amsterdam, Niederlande)
Gemeinsam mit Prof. Katharina Schramm untersucht sie, wie kriegsbelastete Böden in Bosnien Gesundheit, Erinnerung und Alltag prägen, mit Fokus auf die langfristigen Folgen toxischer Hinterlassenschaften.
12. Dr. Mariano Heyden (Monash University, Australien)
In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Ricarda Bouncken erforscht er, wie neurodiverse Denkweisen von Führungskräften digitale Innovation und unternehmerisches Handeln prägen.
13. Dr. Anne Wolf (University of Oxford, Vereinigtes Königreich)
Gemeinsam mit Prof. Dr. Eva Maria Ziege analysiert sie, wie autoritäre Regime Rechtssysteme zur Machtsicherung nutzen und wann Recht zum Instrument des Widerstands wird.
14. Prof. Dr. Jens Zinn (University of Melbourne, Australien)
In Kooperation mit Prof. Dr. Sylvia Mayer entwickelt er ein interdisziplinäres Verständnis von Resilienz, das erklärt, wie Gesellschaften multiple Krisen erleben und bewältigen.


